kolumne:
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Aufgewärmtes beim Filmfestspiel und Pornos gegen Kinderarmut
Ach - ist das nicht schön?
Der Frühling erstrahlt in voller Blüte. Die Natur ist endgültig erwacht und schreitet bald in Ihrem Zyklus noch einen Schritt weiter. Doch bevor wir uns endgültig dem Sommer hingeben, sollten wir einen Moment inne halten und unser Leben einmal Revue passieren lassen. Wissen Sie noch wann Ihr erstes Mal war? Stopp - Warten Sie! Bevor Sie jetzt einen hochroten Kopf bekommen, weil Ihnen ein eher peinliche Moment noch mal in den Sinn fährt oder Sie jetzt lüstern diese Ausgabe zu sabbern, lassen Sie mich meine Frage konkretisieren: Ich meine, wann Sie das erste Mal im Kino waren? Mein erster film war ca. 1985 „Disneys - Das Dschungelbuch“. Klassiker. Gab´s früher nur im Kino. Nicht zu kaufen, nicht im TV. So und jetzt Sie…
„Was war Ihr erster Film?“
Wenn Sie jetzt so was sagen wie… 1981 „Der Jäger des verlorenen Schatzes“ beinhaltet das gleich mehrere Fakten: Zum einen haben Sie die Geburtstunde eines Kultes um das Filmerduo Lucas und Spielberg mit der Figur Dr. Henry Walten Jones Junior miterlebt und zum andern, sind sie jetzt schlappe 27 Jahre älter und ich habe dafür gesorgt, dass es Ihnen jetzt gerade wieder bewusst geworden ist.
Und wissen Sie was? nach all der Zeit ist es wieder so weit. Am 22. Mai 2008 gab es die Premiere zu „Indiana Jones und das Königreich der Kristallschädel“ im Kino. Die allerdings erste wirkliche Uraufführung fand bei den 61. Filmfestspielen in Cannes stilecht statt. Allerdings ist es auch wieder nur eine Filmfortsetzung und so was zu produzieren ist oft wie das restliche Stück Schnitzel vom Vortag aufzuwärmen. Das Produkt ist nicht mehr ganz frisch, eher eine Notlösung und erinnert eigentlich nur daran, wie gut es gestern geschmeckt hat. Man kann es zwar mit einer Zitrone garnieren oder nachwürzen, aber in den meisten Fällen verdirbt man sich nur den Appetit. Auch unser Indy hat einen kleinen Nachgeschmack: Es war eben der vierte Teil und somit auch nix neues. Wie auch schon Rocky, Rambo, Stirb langsam und was noch alles nach Jahren ein Sequel bekam. Man geht gerne hin, aber nur wegen der Erinnerung an den ersten Teil und wenn es keine Fortführung alter Geschichten ist, dann kann man sicher sein, es ist zu 70% ein Remake. So wie Todeszug nach Yuma, Batman, Invasion oder, oder, oder.
Hollywood verkommt leider zur Filmmikrowelle. Man kocht selten damit was Neues sondern wärmt meistens nur noch Reste vom Vortag auf. Doch trotz allem war der neue Indy-Streifen durchaus sehenswert und ich bin sicher, dass einige, die jetzt zum ersten Mal Kontakt hatten mit Indiana Jones auch die alten Teile sehen wollen.
An dieser Stelle ein Tipp von mir für alle Kinder mit geringem finanziellen Background: Seit wie Dr. Jones; stöbert doch mal in Papas Filmschätzen. Wenn ihr eine handbeschriftete CD-Rom findet mit dem Titel „In Diana Jones“ geht es dort sicher nicht um verborgene Geheimnisse, sondern um nackte Tatsachen. Sollte ihr auch noch „One Night in Paris“ entdecken, dann nur soviel zum Inhalt: Der Streifen gehört eher in die Kategorie erotisches Videotagebuch einer Hotelerbin und beschreibt nicht das Nachtleben von Frankreichs Hauptstadt. Kurz um es sind beides Pornos. Falls ihr fündig geworden seid, macht euch das genau wie Indy zum „Jäger des verlorenen Schatzes“. Zeigt eure Fundstücke eurem Vater und sagt mit stolzer und lauter Stimme, dass ihr die Früchte der Expedition gleich Mama zeigen wollt. Das erhöht gleich zwei Dinge auf einmal: Vaters Blutdruck und euer Taschengeld.
Fazit: Pornos gegen Kinderarmut…
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